Arglose Verbraucher werden immer wieder von Abzockern um ihr Geld gebracht, die mit angeblichen Geldgewinnen winken und dann mit teuren Telefonnummern und ärgerlichen Kaffeefahrten abkassieren. Es ist nicht sonderlich schwer, den Halunken rechtzeitig auf die Schliche zu kommen. Lediglich etwas kritische Aufmerksamkeit ist erforderlich.
Eine gängige Masche funktioniert wie nachfolgend beispielhaft beschrieben. Verbraucher öffnen ihren Briefkasten und finden darin eine Gewinnbenachrichtigung. Der Absender: Irgendein Unternehmen, mit noch nie zuvor Kontakt bestand. Häufig geben sich die Abzocker verheißungsvolle Namen wie z. B. „Auszahlungsstelle Nord“ oder „Gewinninspektion Berlin“.
Verheißungsvolle Namen sollen zum Anruf verleiten
In der angeblichen Gewinnbenachrichtigung werden vermeintlichen Gewinner unter einem Vorwand aufgefordert, eine Mehrwertnummer (in der Regel mit der Vorwahl 0900) anzurufen. Am Telefon, so heißt es in den Schreiben, werde dann die genaue Art und Höhe des Gewinns mitgeteilt. Ein anderer Vorwand: Unter der angegebenen Rufnummer soll vereinbart werden, ob die Auszahlung oder per Überweisung oder Scheck erfolgt.
Am anderen Ende der Leitung wartet allerdings keine Gewinnauszahlung, sondern eine Warteschleife. Pro Minute werden meist 2 Euro, in einigen Fällen sogar mehr fällig. Wer 15 Minuten in der Warteschleife verharrt, findet auf seiner nächsten Telefonrechnung einen Posten in Höhe von 30 Euro.
Teure Produkte statt Gewinn
Eine noch dreistere und mit deutlich mehr Ärger und Zeitaufwand verbundene Masche sind angebliche Gewinnabholungen. Verbrauchern wird eine Mitteilung über einen angeblichen Gewinn zugestellt, der – meist an einem recht entlegenen Ort – abgeholt werden kann. Die Fahrt zur Gewinnabholung wird organsiert – inklusive Rahmenprogramme.
Bei diesen Angeboten handelt es sich in der Regel um nichts weiter als um getarnte Kaffeefahrten, auf denen den Teilnehmern Produkte jeglicher Art zu maßlos überhöhten Preisen angeboten werden.
