Wie findet man einen guten Tarif für mobiles Surfen?

Surfen mit dem Smartphone wird immer günstiger. Der Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einem anderen Anbieter lohnt sich in regelmäßigen Abständen deshalb fast immer. Beim Vergleich verschiedener Angebote sollten Smartphone-Besitzer neben ihrem individuellen Nutzungsverhalten auch die Kosten für Gespräche und SMS, die Netzqualität und die Bandbreitendrosselung beachten.

 
 

Der Wechsel zu einem anderen  Anbieter ist für günstiges mobiles Surfen häufig notwendig. Besonders Handynutzer mit einem günstigen Prepaidtarif müssen beim Blick ins Preis-Leistungsverzeichnis regelmäßig feststellen, dass ihr Anbieter für die Internetnutzung viel Geld verlangt.

Definition: Normalnutzer und Dauernutzer

Ein günstiger Tarif passt zum persönlichen Nutzungsprofil für Gespräche, Kurzmitteilungen und Internetnutzung.  Bei dessen Einschätzung können Richtwerte der Stiftung Warentest* eine Hilfe sein Ein „Normaltelefonierer“ benötigt pro Monat demnach 90 Gesprächsminuten und 50 SMS.

40 Prozent der Gespräche gehen ins deutsche Festnetz, 50 Prozent in Mobilfunknetze und 10 Prozent zur eigenen Mobilbox. Ein durchschnittliches Gespräch dauert 60 Sekunden. 70 Prozent der Gespräche werden an Werktagen und 30 Prozent an Wochenenden geführt.

„Normalnutzer“ nutzen das mobile Internet demnach an 10 Tagen im Monat und rufen dabei 100 Megabyte Datenvolumen ab. Sie rufen 45 Mal die Startseite auf und lasen 4 Videos sowie zwei Musikstücke herunter. Sie empfangen 55 E-Mail, von denen 20 mit einem Angang (1 MB) kommen.

„Vieltelefonierer“ telefonieren 330 Minuten im Monat auf eigene Rechnung. Ein Gespräch dauert im Schnitt 150 Sekunden. Sie kommen mit 17 SMS aus. Ihre Telefonate führen Vieltelefonierer in der Annahme der Verbraucherschützer zu 70 Prozent an Werktagen und zu 30 Prozent am Wochenende. 60 Prozent der Gespräche adressieren das Festnetz, 30 Prozent die Mobilfunknetze und 10 Prozent die eigene Mailbox.

„Dauernutzer“ surfen an 30 Tagen im Monat durch das mobile Internet und benötigen pro Monat 300 Megabyte Datenvolumen. Sie rufen 288 Mal eine Startseite auf und laden 2 Videos sowie 10 Musikstücke herunter. Von den 154 empfangenen Mails kommen 50 mit Angang (1 MB).

Tarif-Vergleich ist die Suche nach einer günstigen Kombination

Die Kunst bei  der Suche nach einem günstigen Tarif besteht darin, eine Kombination mit fairen Konditionen für Telefonieren und SMS und (!) mobiles Surfen zu finden. Die Preispolitik vieler Anbieter ist darauf ausgelegt, diese Suche zu erschweren. Ein günstiger Tarif fürs mobile Surfen ist dann nur in Kombination mit höheren Telefonkosten erhältlich. Wer sein Nutzungsverhalten für beide Teilbereiche korrekt einschätzen kann und intensiv sucht, findet aber gute Angebote.

Mobilfunkexperten raten zu Prepaid-Tarifen im weiteren Sinne. Dazu zählen nicht nur Tarife mit strikter Vorkasse, sondern auch solche mit maximal 1 bis 3 Monaten Mindestlaufzeit und Rechnungseinzug per Lastschrift. Wird eine lange Mindestvertragslaufzeit in Kauf genommen, müssen die Kosten spürbar unter denen eine vergleichbaren Prepaid-Tarifs liefen. Die Gebühren bewegen sich insgesamt weiter deutlich abwärts, so dass schon bald günstigere Angebote zu haben sind.

Schnell vergessen: Bandbreitendrosselung und Netzqualität

Beim Vergleich von Prepaid-Tarifen ohne Smartphone und Verträgen mit Endgerät muss der Neupreis der Ware durch die Mindestvertragslaufzeit dividiert und von den monatlichen Kosten abgezogen werden – das war schon vor dem mobilen Internet so.

Wer regelmäßig mit Smartphone surft (der Status „Dauernutzer“ muss noch gar nicht erreicht sein) fährt mit einer Flatrate meistens günstiger. Pro Monat wird dann ein  fixer Betrag fällig, für den beliebig oft und beliebig lange gesurft, gemailt und geladen werden kann. Die Preisunterschiede für solche Flatrates sind riesig: Von 10 bis zu 150 Euro im Monat können Smartphone-Besitzer ausgeben.

Neben dem Preis sollte beim Vergleich auch die Bandbreitendrosselung beachtet werden. Sie gibt an, ab welchem erreichten Datenvolumen der Anbieter die Verbindungsgeschwindigkeit bis zum Erreichen der nächsten Abrechnungsperiode reduziert. Die Bandbreitendrosselung kann je nach Anbieter bei 200, 500 oder 1000 MB anfangen.

Fazit: Die Preise fallen weiter, weshalb eine langfristige Vertragsbindung nicht vorteilhaft ist. Bei Prepaid-Tarifen kommt es auf die Kombination der Kosten für Gespräche und SMS sowie mobiles Surfen an. Der Vergleichsweise hohe Aufwand beim Tarif Vergleich lohnt sich, weil die Preisunterschiede zwischen den sehr vielen Anbietern groß sind.

Relevante Links:

Siehe Bericht: https://www.test.de/themen/computer-telefon/test/Handytarife-Mobil-surfen-unter-4-Euro-4190217-4190219/

Wie findet man einen guten Tarif für mobiles Surfen? » Antwort auf Frage.org geschrieben von Julian am Freitag, 01. April 2011 um 9:54 Uhr.