Wie sicher sind Reiseschecks?

Reiseschecks sind weniger aus der Mode als gedacht: Besonders bei Reisen in ferne und nicht ganz sichere Regionen gelten wie nach wie vor als zuverlässiges Zahlungsmittel. Sie können darüber hinaus als Ersatz für zuhause aufbewahrtes Bargeld dienen. Die existierenden Risiken lassen sich mit der gebotenen Sorgfalt und Wachsamkeit minimieren.

 
 

Kommt Bargeld abhanden, ist es weg. Reiseschecks hingegen werden ersetzt. Der größte Herausgeber von Travelers Cheques, American Express, wirbt mit einem Ersatz binnen 24 Stunden weltweit. Reiseschecks können bei Banken gekauft werden. Sie sind in Stückelungen von 50 bis 500 Euro erhältlich. Darüber hinaus können sie auf andere Währungen lauten. Erhältlich sind Reiseschecks in US-Dollar, Kanadischem Dollar. Australischem Dollar und japanischem Yen.

Die Schecks können weltweit bei Banken und Wechselstuben gegen Bargeld eingelöst werden. Dazu muss ein Ausweisdokument vorgelegt werden. Auf jedem Scheck befinden sich zwei Unterschriften-Felder. Eine Unterschrift leistet der Scheckinhaber beim Empfang der Schecks, die andere in Gegenwart des Bankmitarbeiters. Wurde die erste Unterschrift geleistet, sind die Reiseschecks gegen Verlust und Diebstahl versichert.

Bestandteil einer sicheren Reisekasse

Zusammen mit den Schecks erhalten Inhaber Seriennummern, die von den Schecks getrennt aufbewahrt werden müssen. Im Verlustfall muss eine Notfall-Hotline angerufen werden, der die Seriennummern mitgeteilt werden. Die Schecks werden dann gesperrt. Grundsätzlich kann jede Bank auf der Welt dann neue Schecks ausstellen. Dadurch ist ein weltweiter Ersatz möglich.

Ohne die zweite Unterschrift des Inhabers sind Reiseschecks wertlos. Das macht sie im Vergleich zu Bargeld zu einem sicheren Bestandteil der Reisekasse. Problematisch ist allerdings, dass zur Einlösung ein Ausweis benötigt wird. Kommt dieser zusammen mit den Schecks abhanden, nützt die Bereitstellung neuer Schecks zunächst nichts.

Reiseschecks können eine Reisekasse nicht zuletzt deshalb nur ergänzen. Zusätzlich sollten eine angemessene Menge Bargeld und Kreditkarten mit auf Reisen genommen werden. Reiseschecks sind unbegrenzt gültig. Nach der Heimkehr müssen sie deshalb nicht zwingend eingelöst werden.

Die Bestellung der Schecks bei Banken ist häufig auch online möglich. Marktübliche Gebühren bewegen sich im Bereich von 1 Prozent des Betrages, auf den Scheck lautet  –  mindestens aber 5 bis 6 Euro.  Beim Einlösen können weitere Gebühren fällig werden. Ob und in welchem Umfang das der Fall ist, hängt vom Reiseland, vom der Auszahlungsstelle und manchmal auch von der Tageszeit ab.

Lautet der Scheck nicht auf die Währung des Reiselandes, ist eine Auszahlung in Landeswährung zwar möglich. Der Umrechnungskurs richtet sich dann aber nach dem tagesaktuellen Wechselkurs. Zudem kann ein Devisenumrechnungsentgelt fällig werden.

Sie eignen sich auch für Sparer, die ihre eiserne Reserve gerne in den eigenen vier Wänden wissen, dabei aber nicht auf Bargeld setzen möchten.

Zu den Reiseschecks von Amex mit weiterführenden Informationen:
http://www.americanexpress.com/germany/tc/service-center.shtml?#16

Wie sicher sind Reiseschecks? » Antwort auf Frage.org geschrieben von Julian am Samstag, 23. April 2011 um 10:05 Uhr.