Wie lange dauert eine Überweisung?

Viele Bankkunden ärgern sich darüber, dass Überweisungen manchmal sehr lange dauern. Dabei gibt es gesetzlich festgelegte Fristen, die in der Regel auch eingehalten werden. In dringenden Fällen kann die Dauer einer Überweisung durch einen Eilauftrag auf wenige Stunden reduziert werden.

 
 

Seit 2009 ist gesetzlich festgelegt, dass Überweisungen spätestens am dritten Geschäftstag beim Empfänger ankommen müssen. Diese Frist gilt nicht nur für Überweisungen innerhalb Deutschlands, sondern für alle Aufträge, bei denen Absender und Empfänger innerhalb des EWR ansässig sind bzw. dort ihre Konten führen. Ab dem 01.01.2012 müssen Überweisungen am auf den Tag des Auftrags folgenden Geschäftstag auf dem Konto des Empfängers angekommen sein. Für beleghafte Überweisungen gilt sowohl als jetzt auch in Zukunft eine um einen Tag verlängerte Frist.

Als Geschäftstag gelten die Bankarbeitstage von Montag bis Freitag mit Ausnahme der Tage, an denen nicht alle Banken regelmäßig geöffnet haben, wie zum Beispiel Heiligabend oder Silvester. Maßgeblich für den Beginn der Frist ist der Eingang des Auftrags. Im Preis/Leistungsverzeichnis jeder Bank ist nachzulesen, bis zu welcher Uhrzeit ein Auftrag vorliegen muss, damit sein Eingang noch für den laufenden Geschäftstag gilt.

Die Uhrzeit ist auch vom Auftragsweg abhängig. Wer einen Überweisungsträger in der Bank einwirft, muss die Leerungszeiten berücksichtigen. Aufträge per Online- und Telefonbanking werden in der Regel umgehend ins System der Bank eingebucht. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Überweisung das Haus sofort verlässt.

Möglichkeiten eine Überweisung zu beschleunigen

Nicht jede Überweisung dauert gleich lange. Hausinterne Buchungen zum Beispiel werden in Echtzeit vorgenommen, wenn sie per Online Banking vorgenommen werden. Die Gutschrift auf dem Empfängerkonto erfolgt dann in dem Moment, in dem der Absender den Auftrag bestätigt und abgesendet hat. Auch Aufträge per SB- und Telefonbanking werden dem Empfänger in der Regel umgehend gutgeschrieben.

Wie lange eine Überweisung dauert, hängt auch von dem Weg ab, die sie nimmt. Tendenziell dauert es vom Auftrag bis zur Gutschrift länger, wenn sich die Konten der beiden beteiligten Parteien in verschiedenen Bundesländern befinden. Eine Überweisung von einer privaten Bank zu einer anderen geht zudem in der Regel schneller als eine Überweisung von Bank zu Sparkasse oder umgekehrt. Besonders lange dauern häufig Überweisungen von Volksbanken zu Sparkassen.

Mit einer Eilüberweisung lässt sich die Dauer einer Überweisung drastisch verkürzen. Die Gutschrift erfolgt am selben Geschäftstag und oft nur weniger als eine Stunde nach dem Absenden des Auftrags. Eilüberweisungen sind allerdings teuer: Bis zu 25 Euro verlangen Banken für den Service, die der Absender zahlen muss.

Bei einer Eilüberweisung kontaktiert die Bank des Absenders die Bank des Empfängers und garantiert ihr die Gutschrift des angewiesenen Betrages. Dadurch kann die Bank des Empfängers diesem das Geld ohne Zeitverzögerung gutschreiben. Eilüberweisungen sind nicht über alle Kanäle möglich. Häufig müssen sie per Telefon oder über eine Filiale beauftragt werden.

Fazit: Innerhalb des EWR muss eine Überweisung spätestens nach drei Bankarbeitstagen angekommen sein – ab 2012 sogar schon nach einem Tag. Hausinterne Überweisungen gehen schneller. Wer es eilig hat, kann mit den recht teuren Eilüberweisungen die Dauer verkürzen. Ein Blick ins Preisverzeichnis der Bank verrät, zu welcher Uhrzeit ein Auftrag vorliegen muss, damit er noch am selben Tag bearbeitet wird.

Wie lange dauert eine Überweisung? » Antwort auf Frage.org geschrieben von Julian am Sonntag, 08. Mai 2011 um 22:05 Uhr.