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	<title>Frage.org</title>
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	<description>Unabhängige Informationsplattform für Verbraucherfragen.</description>
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		<title>Batterien für Hörgeräte &#8211; worauf sollte man beim Neukauf achten?</title>
		<link>http://www.frage.org/605-batterien-fur-horgerate-worauf-sollte-man-beim-neukauf-achten</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 13:56:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ernest</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[batterien]]></category>
		<category><![CDATA[hörgeräte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frage.org/?p=605</guid>
		<description><![CDATA[Für welches Hörgerät welche Batterie geeignet ist, kann man meist der Bedienungsanleitung des Hörgerätes entnehmen. Bei Unklarheit, welcher Batterietyp verwendet werden soll, empfiehlt sich das Ausmessen des Durchmessers und der Höhe der letzten Batterien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aktuell werden vier verschiedene Knopfzellen- Typen für Hörgeräte auf dem Markt geführt: 10 (gelb), 13 (orange),312 (braun),  675 (blau), die sich im Durchmesser und der Höhe unter-scheiden. Diese werden von allen Herstellern angeboten. </p>
<ol>
<li>Typenbezeichnung 10 Durchmesser (mm) 5,8 Höhe (mm) 3,6</li>
<li>Typenbezeichnung 312 Durchmesser (mm) 7,9 Höhe (mm) 3,6</li>
<li>Typenbezeichnung 13 Durchmesser (mm) 7,9 Höhe (mm) 5,4</li>
<li>Typenbezeichnung 675 Durchmesser (mm) 11,6 Höhe (mm) 5,4</li>
</ol>
<p>Vorzugsweise werden die meist nicht wieder aufladbaren Zink- Luft-Batterien eingesetzt , die eine erheblich höhere Kapazität haben, als die sonst üblichen Knopfzellen (Quecksilberoxid, Silberoxid). Zink-Luft- Batterien werden außerdem bevorzugt, weil sie neben der sehr hohen Energiedichte auch wesentlich umweltverträglicher sind.</p>
<p>Die Leistung einer Hörgerätebatterie wird in Milliamperestunden (mAh) gemessen, wodurch die Dauer angegeben ist, die die Batterie hält. Eine 70-mAh-Batterie hat daher eine kürzere Lebenszeit als eine 610-mAh-Batterie. Folgende Faktoren sind für die Lebensdauer ( 5 bis 40 Tagen) einer Hörgerätebatterie entscheidend: Hörgerätetyp Leistung; Batterietyp und Verwendungsdauer des Gerätes.</p>
<p>In diesem Zusammenhang sollte man beachten das <a href="http://www.vitalenergie.de" title="Hörgerätebatterien von VITALENERGIE">Hörgerätebatterien</a> sich häufig sehr plötzlich entladen, daher sollte man immer einen Satz Ersatzbatterien mit sich führen. <a href="http://www.vitalenergie.de/hoergeraetebatterien.html">Online-Shops für Hörgerätebatterien</a> bieten ein umfangreiches Angebot mit zum Teil äußerst günstigen Preisen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Steuervorteile durch Heiraten – wie groß sind sie wirklich?</title>
		<link>http://www.frage.org/513-steuervorteile-durch-heiraten-%e2%80%93-wie-gros-sind-sie-wirklich</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 20:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen + Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Heiraten]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Steuervorteile]]></category>

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		<description><![CDATA[Heiraten kann Steuern sparen. Das gilt vor allem für Partner mit sehr unterschiedlichem Einkommen, weil nur diese vom Ehegatten-Splitting profitieren. Eheleute profitieren darüber hinaus von Vorteilen bei Erbschaft, Schenkung, Kapitaleinkünften und staatlichen Zuschüssen zur Altersvorsorge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Ehegattensplittung bringt Vorteile, wenn ein Partner sehr viel mehr verdient als der andere. Um die Steuererleichterung in Anspruch zu nehmen, muss eine gemeinsame Steuererklärung abgegeben werden. Das Finanzamt addiert im ersten Schritt dann die beiden Einkommen und halbiert die Summe anschließend. Die Einkommensteuer wird dann auf das halbierte Einkommen bemessen und anschließend doppelt in Rechnung gestellt.</p>
<h3>Einverdiener-Haushalte sparen durch Splitting am meisten</h3>
<p>Es liegt auf der Hand dass Haushalte mit einem Einkommen am meisten sparen. Dann kann zum einen der Grundfreibetrag in Höhe von 8001 Euro zweimal vollständig in Anspruch genommen werden. Zudem verläuft die Steuerprogression flacher. Je näher die Einkommen beider Partner aneinander liegen desto kleiner ist der Vorteil durch das Ehegatten-Splitting.</p>
<p>Nicht immer macht die gemeinsame Veranlagung Sinn. Sie rächt sich, wenn einer der beiden Partner vor allem Lohnersatzleistungen bezieht. In diese Kategorie fallen zum Beispiel ALG I, Elterngeld, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld. Das Finanzamt schlägt diese Leistungen dem zu versteuernden Einkommen zu.</p>
<h3>Ehegatten können zwischen drei Steuerklassen wählen</h3>
<p>Verheiratete Arbeitnehmer können zwischen drei verschiedenen Kombinationen ihrer Lohnsteuerklassen wählen. Die Lohnsteuerklasse wirkt sich direkt auf das Nettoeinkommen aus. Die Höhe der festgesetzten Steuer beeinflusst sie hingegen nicht. Die Lohnsteuer ist lediglich eine Vorauszahlung des Arbeitgebers an das Finanzamt.</p>
<p>Bei großen Gehaltsunterschieden führt die Kombination III/V zu einem höheren Nettoeinkommen durch geringere Vorauszahlungen. Verdienen beide Partner in etwa gleich viel, eignet sich nach Ansicht der meisten Steuerfachleute die Kombination IV/IV. Die Steuerklasse beeinflusst auch die Höhe von Lohnersatzleistungen, deren Höhe sich nach dem letzten Nettogehalt richtet. In Klasse III ist das Nettogehalt höher.</p>
<p>Ehepaare mit abzugsfähigen Ausgaben können sich bestimmte Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte eintragen lassen und dadurch zu hohe Vorauszahlungen vermeiden. Sinnvoll ist das zum Beispiel bei bestehenden Riester-Verträgen oder einem häuslichen Arbeitszimmer. Eheleute profitieren von einem höheren Freibetrag für Kapitalerträge. Sie können Zinsen, Dividenden und Kursgewinne bis zu einer Höhe von 1602 Euro im Jahr steuerfrei vereinnahmen.</p>
<h3>Riester-Förderung auch für den selbständigen Partner</h3>
<p>Ein weiterer Vorteil der Ehe betrifft die staatlich geförderte Altersvorsorge. Die Riester-Rente steht eigentlich nur jenen zu, für die eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht. Selbständige oder nichterwerbstätige Personen gehen sonst leer aus. Nicht so wenn der Partner Anspruch auf die Riester-Zulage hat: Dann kann sie auch von Selbständigen, Freiberuflern etc. in Anspruch genommen werden. Zusammen können beide Partner dann bis zu 4200 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag einzahlen und steuerlich geltend machen.</p>
<p>Verkauft ein Ehepartner dem anderen eine Immobilie, fällt auf den Kauf keine Grunderwerbssteuer an. Sonst beträgt die Steuer mindestens 3,5 Prozent des Kaufpreises. Ehegatten dürfen sich selbstgenutzte Eigenheime darüber hinaus steuerfrei schenken. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch der Wert der Immobilie ist.</p>
<p>Auch beim Erben sind Eheleute steuerlich bessergestellt. Sie können 500.000 Euro vom anderen vermacht bekommen, ohne dafür einen Cent Steuern zahlen zu müssen. Bei größeren Erbschaften profitieren Verheiratete gegenüber Ledigen ebenfalls von Steuervorteilen. Sie zahlen auf die über den Freibetrag hinausgehenden Erbschaftsanteile 7 bis 30 Prozent Steuern. Zum Vergleich: Unverheirateten steht ein Freibetrag von 20.000 Euro zur Verfügung. Für jeden Euro darüber werden mindestens 30 Cent Steuer fällig.</p>
<h3>Eingetragene Partnerschaft: Die Rechtsprechung findet langsam zur Gleichstellung</h3>
<p>Für eine eingetragene Partnerschaft sollten dieselben steuerlichen Vorteile gelten wie für eine „klassische“ Ehe. In der Praxis müssen sich gleichgeschlechtliche Lebenspartner noch immer mit Diskriminierung abfinden. Es wird aber besser: Nach und nach werden höchstrichterliche Entscheidungen gefällt, die für Gleichstellung sorgen.</p>
<p>Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Splitting bei eingetragenen Partnerschaften steht aber noch aus. Bislang dürfen sie den Tarif nicht nutzen, auch wenn  Finanzgerichte bereits anders entschieden haben. Lebenspartner können auch nicht wählen, welche Steuerklasse sie angeben möchten. Bei Erbschafts- und Schenkungssteuer sind eingetragene Partnerschaften mittlerweile aber gleichgestellt.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Die Ehe lohnt sich steuerlich. Dabei gilt: Je größer die Unterschiede zwischen den Partnern, desto größer auch der Vorteil. Erben und Schenken ohne Trauschein ist richtig teuer.</h4>
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		</item>
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		<title>Wie hoch ist das Schonvermögen bei ALG II?</title>
		<link>http://www.frage.org/509-wie-hoch-ist-das-schonvermogen-bei-alg-ii</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 19:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt + Recht]]></category>
		<category><![CDATA[ALG]]></category>
		<category><![CDATA[Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsagentur]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>

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		<description><![CDATA[ALG II wird nur an Bedürftige ausbezahlt. Dennoch dürfen Betroffene Vermögenswerte in überschaubarem Umfang behalten, wenn sie Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen. Darüber hinaus sind Eigenheim, Auto und bestimmte Altersvorsorge-Produkte dem Zugriff des Amtes entzogen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Arten von Schonvermögen. Unter den Vermögensfreibetrag fallen z. B. Bankguthaben auf dem Girokonto, einem Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Jedem Bürger steht ein Freibetrag von 150 Euro für jedes vollendete  Lebensjahr zu. Darüber hinaus darf eine Rücklage in Höhe von 750 Euro behalten werden, die für Reparaturen dienen soll. Der Freibetrag muss ohne die Rücklage für Anschaffungen mindestens 3.100 Euro betragen. Gedeckelt ist er bei 9750 Euro.</p>
<h3>Ältere dürfen mehr besitzen</h3>
<p>ALG II Empfänger der Jahrgänge vor 1948 profitieren von einem höheren Schonvermögen. Für jedes vollendete Lebensjahr stehen ihnen 520 Euro zu. Maximal dürfen sie 33.800 Euro freies Vermögen besitzen, ohne dass es mit den Ansprüchen auf ALG II verrechnet wird.</p>
<p>Was über das Schonvermögen hinausgeht, muss zum Lebensunterhalt eingesetzt werden. Das gilt nicht nur für Bargeld und Bankguthaben. Bestehende Vermögenswerte müssen veräußert werden, bevor der Staat zahlt. Auch hier gibt es aber Ausnahmen.</p>
<p>Ein Auto etwa muss nicht verkauft werden, wenn im Haushalt auf jede erwerbsfähige Person nicht mehr als ein Fahrzeug kommt. Voraussetzung ist, dass der Zeitwert des PKW nicht über 7.500 Euro liegt. Diese Grenze hat das Bundessozialgericht festgelegt.</p>
<p>Auch Wohneigentum darf nicht verwertet werden, wenn es vom Bedürftigen selbst genutzt wird. Eine Eigentumswohnung darf jedoch nicht größer sein als 120 Quadratmeter. Ein freistehendes Haus sollte nicht größer sein als 130 Quadratmeter. Es spielt dabei keine Rolle, wie viele Personen in dem Objekt wohnhaft sind. Der Staat schützt Wohneigentum stärker als andere Vermögenswerte.</p>
<h3>Nicht jede Altersvorsorge ist ALG-II-sicher</h3>
<p>Auch für die private Altersvorsorge gelten besondere Regelungen. Vermögenswerte in Altersvorsorgeprodukten sind bis zu einer Höhe von 750 Euro je vollendetem Lebensjahr nicht dem Vermögen zuzurechnen und müssen dementsprechend auch nicht verwertet werden.</p>
<p>Voraussetzung ist dass ein Zugriff nicht vor dem Erreichend es Ruhestands möglich ist. Das ist dann der Fall, wenn  der Vertrag eine vorzeitige Auszahlung nicht vorsieht bzw. eine vorzeitige Auszahlung nur sehr schwierig möglich ist.</p>
<p>Auch hier gibt es eine Obergrenze für den Freibetrag: Sie liegt abhängig vom Geburtsjahrgang bei ca. 50.000 Euro.</p>
<p>Unantastbar sind auch Guthaben in staatlich geförderten Altersvorsorge-Verträgen. Dazu zählen insbesondere die Riester-Rente und die Rürup-Rente. Nicht verwertet werden können auch künftige Ansprüche gegen die gesetzliche Rentenversicherung und Ansprüche aus Betriebsrenten.</p>
<p>Vermögenswerte, die die Freibeträge übersteigen müssen verwertet werden, bevor Geld vom Staat fließt. Auch hier gibt es allerdings Ausnahmen. Ist ein Bedürftiger von der Rentenversicherungspflicht befreit, darf das Amt auf angemessene Vermögensgegenstände nicht zurückgreifen. Das Vermögen muss jedoch für den Ruhestand vorgesehen sein. Auf eine Verwertung kann zudem verzichtet werden, wenn sie offenkundig unwirtschaftlich wäre.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Der Staat lässt immerhin einen Notgroschen zu und schützt Wohneigentum und Altersvorsorge. Das ist wichtig zu wissen: Der Gang zur Arbeitsagentur sollte nicht erst erfolgen, wenn gar kein Geld mehr da ist. Spielraum für den laufenden Lebensunterhalt lässt das Gesetz  kaum. Wer mit den Sozialleistungen nicht auskommt kann nicht lange von freien Schonvermögen zehren. </h4>
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		<title>Hilft Krafttraining beim Abnehmen?</title>
		<link>http://www.frage.org/504-hilft-krafttraining-beim-abnehmen</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Sep 2011 19:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reise + Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Abnehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Bodybuilding]]></category>
		<category><![CDATA[Krafttraining]]></category>
		<category><![CDATA[Muskelaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Krafttraining kann beim Abnehmen unterstützen. Durch den Aufbau von Muskulatur kommt es zu einem erhöhten Grundumsatz und zu einem verbesserten Stoffwechsel. Doch Vorsicht: Intensives Krafttraining macht hungrig und führt deshalb nicht zwingend zum dauerhaften Fettabbau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.muscle-corps.de" title="Muskelaufbau Tipps auf Muscle-Corps.de" target="_blank">Muskelaufbau</a> gilt längst nicht mehr als Domäne von Bodybuildern, die unter schwersten Anstrengungen Masse hinzugewinnen wollen und dabei selbst vor gesundheitlichen Folgeschäden nicht zurückschrecken. Ganz im Gegenteil: Spätestens im Alter von ca. 50 Jahren ist regelmäßiges Krafttraining sogar notwendig, damit die Gesamtmuskelmasse des Körpers sich nicht (zu schnell) zurückbildet.</p>
<h3>Abnehmen durch steigenden Grundumsatz</h3>
<p>Der positive Effekt für Figur und Fettmasse resultiert aus einem erhöhten Grundumsatz, den erfolgreiches Krafttraining mit sich bringt. 70 bis 100 Kilokalorien täglich verbraucht jedes Kilogramm Muskulatur allein für seine Selbsterhaltung durch den Stoffwechsel und die Wärmeproduktion des Körpers.</p>
<p>Mehr Muskulatur bedeutet deshalb mehr Grundumsatz an Kalorien. Der Grundumsatz gibt an, wie viele Kalorien ein Mensch verbraucht, wenn er regungslos auf dem Rücken liegt und keinerlei Aktivität ausübt. Der Grundumsatz hängt von verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Körpergewicht werden auch immer wieder Alter und Geschlecht genannt. Alle drei Variablen stehen jedoch im Zusammenhang mit der Muskelmasse.</p>
<p>Abnehmen über einen höheren Grundumsatz durch mehr Muskelmasse verspricht zwar keine schnellen, dafür aber langfristige Erfolge. Wurde Muskulatur einmal aufgebaut, lässt sie sich mit relativ wenig Aufwand (etwa 1-2 Mal Training pro Woche) bequem erhalten. Die Chancen auf langfristige Veränderungen stehen damit deutlich besser als mit einem strengen Diätplan.</p>
<h3>Krafttraining ist auch zuhause möglich</h4>
<p>Krafttraining erfordert nicht zwingend eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Für viele wirksame Übungen (z. B. Liegestütz) sind gar keine Geräte erforderlich. Mit einer Kurzhantel lassen sich bereits viele Muskelgruppen trainieren. Mit fortschreitendem Trainingserfolg können die Gewichte erhöht, die Anzahl der Sätze ausgebaut oder die Anzahl der Wiederholungen eines Satzes erhöht werden.</p>
<p>Abnehmen durch Krafttraining war bis vor zehn Jahren ein seltenes Thema. Das hat sich mittlerweile geändert. Wie bei fast jeder neuen Entwicklung in diesem Bereich neigen „Propagandisten“(gemeint sind Mediziner, Wissenschaftler und Anbieter von Produkten aus dem Segment) zu Übertreibungen.</p>
<p>Mit Krafttraining lässt sich nur sehr schwer eine negative Kalorienbilanz erreichen. Wer schon Erfahrungen mit zumindest halbwegs intensivem Training hat, kennt die Problematik: Krafttraining macht sehr hungrig und führt zwangsläufig zu einer höheren Kalorienzufuhr. Der dauerhaft positive Effekt bleibt dennoch erhalten. Das gilt vor allem, wenn Krafttraining mit Ausdauertraining und einer gesunden und ausgewogenen Ernährung kombiniert wird.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Krafttraining hilft beim Abnehmen, ist aber ebenso wie Ausdauersport vor allem langfristig, bei konsequenter Durchführung und in Kombination mit einer Umstellung der Ernährung wirksam. Da der Aufwand gering ist und eine starke Muskulatur viele weitere Vorzüge bietet, lohnt sich Muskelaufbau aber fast immer!</h4>
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		<title>Wie sicher sind ETFs?</title>
		<link>http://www.frage.org/492-wie-sicher-sind-etfs</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen + Vorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[ETFs]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögensaufbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Exchange Traded Funds gelten als ausfallsicher, transparent und kostengünstig. Die Konstruktion vieler ETFs birgt jedoch Risiken, die den meisten Anlegern gar nicht bekannt sind. Als besonders kritisch gelten synthetische ETFs, die in Europa fast jeden zweiten Indexfonds stellen und vom Financial Stability Board bereits als Risiko für das Finanzsystem eingestuft werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt könnte so einfach sein: Ein Indexfonds bildet seine Basis ab, indem er sie eins zu eins ins Portfolio aufnimmt. Ein DAX-ETFs bestünde dann aus den 30 Aktien des Deutschen Leitindexes, deren Gewichtung im Fondsportfolio mit der im Index übereinstimmt. So simpel sind ETFs jedoch selten strukturiert.</p>
<p>Banken setzen zunehmend auf kostengünstige und für sie selbst praktische Lösungen. Im Portfolio so genannter synthetischer Indexfonds befinden sich irgendwelche Wertpapiere oder Vermögensgegenstände. Es kann sich dabei um Aktien oder Anleihen, aber auch im Gold handeln. Das tatsächliche Fondsportfolio entwickelt sich natürlich anders als die Basis, die dem  Anleger genannt wird. Die Differenz in der Wertentwicklung wird durch Swap-Geschäfte ausgeglichen.</p>
<h3>Swap statt Aktien</h3>
<p>Bei einem Swap-Geschäft tauscht der Fonds die Rendite seines Portfolios gegen die des Basiswertes, auf die sich der ETF bezieht. Der Tausch wird mit einem anderen Finanzintermediär durchgeführt. Dabei kann es sich z. B. um eine Bank oder eine Versicherung handeln.</p>
<p>Das Swap-Geschäft birgt Risiken. Kann der Geschäftspartner seine Verpflichtung aus der Vereinbarung nicht erfüllen, erleidet der Fonds Verluste. Es spielt dabei keine Rolle, wie sich die nominelle Basis des ETFs tatsächlich entwickelt – schließlich befindet sie sich gar nicht im Fonds. Dieses Risiko wird als Kontrahentenrisiko bezeichnet.</p>
<p>Wie groß die Gefahr  für Anleger aus dem Kontrahentenrisiko ist, hängt vom Einzelfall ab. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass Banken und Versicherungen unabhängig von ihrer Größe und Reputation in Zahlungsschwierigkeiten geraten können. Die US-Investmentbank Lehman Brothers gilt insolvent und der einst weltgrößte US-Versicherer AIG musste mit beispiellosen staatlichen Hilfen vor dem Untergang bewahrt werden.</p>
<p>Da sich im Fonds Vermögenswerte befinden, besteht in der Regel nicht das Risiko eines Totalverlustes. Damit ein Schaden entsteht, muss zunächst ein Zahlungsanspruch des Fonds aus dem, Swap-Geschäft entstehen. Wie hoch dieser Zahlungsanspruch ist, hängt neben der Wertentwicklung des eigentlichen Fondsportfolios auch von dem Abrechnungsintervall ab, das die beiden Swap-Kontrahenten vereinbart haben.</p>
<h3>ETFs als Entsorgungsdeponie der Banken?</h3>
<p>Banken könnten versucht sein, vor allem diejenigen Assets in ETFs unterzubringen, die sonst schwer verkäuflich sind. Bislang ist es noch nicht zu Problemen im Zusammenhang mit dem Kontrahentenrisiko gekommen. Anleger sollten vor dem Kauf eines ETFs dennoch einen Blick in den Fondsprospekt werfen  und sich vergewissern, ob ihr Fonds solche Geschäfte abschließt.</p>
<p>Nicht nur synthetische Bestandteile haben in den vergangenen Monaten zu einer wachsenden Kritik an den bei Privatanlegern beliebten ETFs geführt. Experten sehen ein weiteres Problem im Verleih von Wertpapieren durch Fonds. Die Fondsgesellschaften erzielen dadurch zusätzliche Gewinne. Ein Verleihgeschäft birgt aber Risiken, weil es sich auch dabei um einen Vertrag mit einem Geschäftspartner handelt, der zumindest theoretisch zahlungsunfähig werden könnte.</p>
<p>Zu den Geschäftspartnern zählen z. B. Hedgefonds, die die geliehenen Papiere zu Blankoverkäufen nutzen und sie später in der Hoffnung auf fallende Kurse zurückerwerben möchten. Vor dem Hintergrund der Diskussion über ein Verbot von Leerverkäufen ist das nicht unwichtig: Wer aus ethischen oder moralischen Gründe z. B. keine Finanzspekulationen unterstützen möchte, sollte um ETFs mit dieser Komponente einen weiten Bogen machen.</p>
<h3>Manche ETFs bestehen aus einer einzigen Aktie</h3>
<p>Eine weitere Problematik im Zusammenhang mit börsengehandelten Indexfonds betrifft teilreplizierende ETFs. Diese Fonds bilden ihre Basis nur eingeschränkt nach. Eine Teilreplikation liegt z. B. vor, wenn der Deutsche Aktienindex durch lediglich eine Handvoll Aktien (bei denen es sich dann um die Index-Schwergewichte handelt) abgebildet wird.</p>
<p>Grundsätzlich gibt es in diesem Fall zwei Möglichkeiten: Entweder die Differenz in der Wertentwicklung des Aktienkorbs zum eigentlichen Index wird durch Derivate  oder Swaps ausgeglichen oder sie wird in letzter Instanz vom Anleger getragen. Auch in diesem Punkt hilft ein Blick in den Fondsprospekt. Behält sich die Fondsgesellschaft eine Beschränkung auf einige wenige Aktien vor, nutzt sie sie vermutlich auch.</p>
<h3>ETFs bleiben gute Anlageprodukte</h3>
<p>Weder synthetische noch teilreplizierte ETFs sollten pauschal verteufelt werden. Eine Teilreplikation macht bei Indizes mit sehr vielen Index-Mitgliedern durchaus Sinn. Die Fondsgesellschaft kann z. B. auf eine Direktinvestition in kleinere und illiquide Werte verzichten und so die Transaktionskosten reduzieren, ohne dass eine signifikante Abweichung vom Index zu erwarten ist. In gänzlich illiquide Assets kann per ETF oft nur synthetisch investiert werden, weil die fortlaufende Notierung und Handelbarkeit sonst nicht gewährleistet werden kann.</p>
<p>Das Konzept von ETFs bleibt trotz der bestehenden Probleme ein gutes. Indexfonds sind kostengünstig und können jederzeit gehandelt werden. Durch den Status als Sondervermögen tragen Anleger nicht das Emittentenrisiko, das mit Schuldverschreibungen wie Zertifikaten einhergeht. Risikobewusste Anleger setzen auf vollreplizierte ETFs und meiden unnötige synthetische Konstruktionen.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: ETFs sind unter normalen Bedingungen so sicher wie ihre Basis. Da an den Finanzmärkten des 21. Jahrhunderts normale Bedingungen keine Selbstverständlichkeit sind, muss auf das Kontrahentenrisiko und die potenzielle Problematik der Teilreplikation hingewiesen werden. Es gibt für alle gängigen Basiswerte ETFs ohne die kritischen Bestandteile und Replikationsmethoden. Nicht zuletzt deshalb bleiben ETFs auch weiterhin ein wichtiger und intelligenter Bestandteil bei Vermögensaufbau und Anlage.</h4>
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		<title>Was hilft gegen Sodbrennen?</title>
		<link>http://www.frage.org/515-was-hilft-gegen-sodbrennen</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 20:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit + Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Sodbrennen]]></category>

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		<description><![CDATA[Sodbrennen ist meistens vor allem lästig und schmerzhaft, kann bei chronischem Leiden aber auch ernste Erkrankungen nach sich ziehen. Starke Medikamente müssen dennoch nicht sein. Mit ein paar einfachen Tipps lässt sich vorbeugen. Zudem gibt es Hausmittel, die ohne Chemie Linderung verschaffen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sodbrennen entsteht dadurch, dass Magensäure in die Speiseröhre gelangt. Während die Magenwände gegen die aggressive salzsäurehaltige Magenflüssigkeit gewappnet sind fängt die Speiseröhre beim Kontakt buchstäblich an zu brennen.</p>
<p>Es ist kein Zufall, dass Sodbrennen häufig nachts auftritt und Betroffene aus dem Schlaf reist. Im Liegen gelangt der Mageninhalt leichter ein Stück „nach oben“, wenn der Ringmuskel zwischen Speiseröhre und Magen nicht mehr dicht hält. Experten raten deshalb, auf das Nickerchen direkt nach dem Essen zu verzichten. In liegender Position tritt Sodbrennen sonst sehr schnell auf.</p>
<h3>Flach liegen nach dem Essen vermeiden</h3>
<p>Wer sich nach dem Essen dennoch hinlegen möchte sollte mit dem Kopf in erhöhter Position schlafen und z. B. ein zweites Kissen verwenden. Wer von Sodbrennen möglichst häufig verschont bleiben möchte sollte auch auf Ernährung und Lebensstil achten.</p>
<p>Vermehrter Kaffeegenuss trägt ebenso zu Sodbrennen bei wie Rauchen. Besonders am Abend sollte auf fettes Essen verzichtet werden. Alkohol schadet ebenfalls. Das gilt für hochprozentige Spirituosen ebenso wie für Bier oder Wein. Bier enthält viel Kohlensäure und Wein Fruchtsäuren. Fleisch und Hülsenfrüchte sollten beim Abendessen gemieden werden.</p>
<p>Schon beim Essen kann einiges getan werden, um Sodbrennen vorzubeugen. Ein großes Glas Wasser ohne Kohlensäure verdünnt den Magensaft. Sellerie kann einen zu hohen Säureanteil im Magen vermindern. Die Hausmittel wirken damit auf dieselbe Weise wie Medikamente, sind aber schonender und für die meisten gut verträglich.</p>
<h3>Säfte und Tees zur Abhilfe</h3>
<p>Setzt das Sodbrenne  trotz aller Vorsichtmaßnahmen ein, können ebenfalls Hausmittel Abhilfe schaffen. Am einfachsten wirkt ein Glas Milch, die die Säure neutralisiert und zudem das brennende Gefühl in der Speiseröhre vermindert. Zusätzlich kann eine Scheibe Weißbrot (ohne Belag!) helfen.</p>
<p>Auch Karottensaft hilft gegen Sodbrennen. Ein Schnapsglas in kleinen Schlucken getrunken verschafft vielen Betroffenen rasch Linderung. Der Saft ist gesund und kann auch zur Prävention genutzt werden. Doch Vorsicht: Im Übermaß genossen färbt Karottensaft die Hat gelb.</p>
<p>Bewährt hat sich auch der Tausengüldenkrauttee, der bei verschiedenen Magen- und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz kommt. Der Tee kann auch selbst zubereitet werden.</p>
<p>Stellt sich keine Besserung ein müssen Betroffene zumindest bei gelegentlich auftretenden Beschwerden nicht gleich einen Arzt aufsuchen. In der Apotheke  gibt es freiverkäufliche Mittel, die relativ mild wirken. Magensalztabletten z. B. regulieren den Säurehaushalt mit Natriumbicarbonat. Der Stoff wird auch vom menschlichen Körper zur Säureregulation verwendet.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Wer beim Schlafen und Essen einige Grundregeln beachtet kann – sofern keine ernsthafte Grunderkrankung vorliegt – Sodbrennen häufig vermeiden. Fängt es an zu schmerzen, reichen meist einfache Hausmittel, die ein rasches Weiterschlafen ermöglichen. Wer häufig und ohne erkennbaren Grund Beschwerden hat, sollte zur Vorsicht einen Arzt aufsuchen.</h4>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ist ein Umtausch auch ohne Kassenbon möglich?</title>
		<link>http://www.frage.org/500-ist-ein-umtausch-auch-ohne-kassenbon-moglich</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Aug 2011 19:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt + Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Kassenbon]]></category>
		<category><![CDATA[Retour]]></category>
		<category><![CDATA[Umtausch]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Verbraucher genießen in Deutschland viele Rechte, wissen das oft aber gar nicht. Über die Ansprüche gegen Verkäufer kursieren viele Irrtümer, die bares Geld kosten können. Die wichtigsten Verbraucher-Irrtümer und ihre Richtigstellung im Überblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Umtausch nur mit Kassenbon:</h3>
<p>Es hält sich das Gerücht, dass ein Umtausch nur mit Vorlage des Kaufbelegs möglich sei. Dem ist aber nicht so: Verbraucher können immer umtauschen, wenn sie beweisen können, wo und wann sie etwas gekauft haben. Ein Kontoauszug oder eine Kreditkartenabrechnung reichen dazu vollkommen aus. Bei der Vorlage können andere sichtbare Posten geschwärzt werden.</p>
<p>Unnötig ist auch das Aufbewahren der <strong>Originalverpackung</strong>. Die wird nur benötigt, wenn ein einwandfreies Gerät zurückgebracht wird. Ist die Ware defekt bzw. weist sie einen Mangel auf, kann sie in jeder geeigneten  Verpackung zum Verkäufer transportiert werden.</p>
<p>Bei <strong>defekter oder mangelhafter Ware</strong> haben Verbraucher ein Umtauschrecht. Von diesem sollte in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf Gebrauch gemacht werden. Nur in diesem Zeitraum nämlich liegt die Beweislast beim Verkäufer. Wollte der den Umtausch ablehnen, müsste er nachweisen, dass die Ware zum Zeitpunkt des Kaufs einwandfrei war. Das ist in der Praxis kaum möglich, weil Mängel oft erst später sichtbar werden. Sechs Monate nach dem Kauf kehrt sich die Beweislast allerdings um. Dann müssen Verbraucher nachweisen, dass der Defekt bereits von Beginn an bestand.</p>
<p>Viele Händler bieten <strong>erweiterte Garantien</strong> an und nehmen defekte Ware auch 12 oder 24 Monate nach dem Kauf anstandslos zurück.  Solche Versprechen sind aber nicht gesetzlich, sondern vertraglich gedeckt. Wichtig ist deshalb, was in der Garantie vermerkt ist. Oft gilt sie nur für bestimmte Teile der Ware. Garantieerweiterungen können häufig auch gegen Aufpreis erworben werden. Von solchen Zusatzversicherungen raten Verbraucherschützer allerdings ab, da sie erstens sehr teuer sind und zweitens oft nur den (geringen) Zeitwert ersetzen.</p>
<p>Wird ein defektes Gerät reklamiert, muss der Händler entweder für Ersatz sorgen oder nachbessern. Verbraucher können grundsätzlich selbst entscheiden, ob sie neue Ware möchten oder eine Reparatur verlangen. Das Wahlrecht hat aber seine Grenzen. Stünde der Reparaturaufwand in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zu einer Neuanschaffung, kann der Händler einen Austausch vornehmen.</p>
<p>Umgekehrt kann eine Reparatur nicht verlangt werden, wenn sich die Ware mit sehr geringem Aufwand in einen einwandfreien Zustand versetzen ließe. Verbraucher müssen bei defekter Ware bis zu zwei Nachbesserungsversuche des Händlers in Kauf nehmen. Erst danach besteht die Möglichkeit, den Kaufvertrag rückgängig zu machen oder Ansprüche auf eine teilweise Rückerstattung anzumelden.</p>
<p>Viele Verbraucher fürchten sich vor Kosten im Fall einer <strong>grundlosen Reklamation</strong>. Solche Forderungen darf der Verkäufer aber nicht stellen, wenn der Kunde davon ausgehen konnte, dass ein Mangel vorlag. Dabei muss das Urteilsvermögen eines Laien zugrundegelegt werden.</p>
<p>Die Verbraucherrechte gelten explizit auch bei Waren, due heruntergesetzt waren. Das ist mittlerweile zwingend erforderlich, weil es in manchen Geschäften fast nur noch (angeblich) reduzierte Ware zu kaufen gibt. Der Händler kann zwar bei reduzierten Waren seine Kulanz einschränken. Seinen gesetzlichen Verpflichtungen muss er aber uneingeschränkt nachkommen.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Kassenbon und Originalverpackung sind zum Umtausch nicht erforderlich, auch wenn anders behauptet wird. Erweiterte Garantien sind gut, solange sie nicht mit einer Versicherung erkauft werden müssen. Vor allem in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf haben Verbraucher ein uneingeschränktes Recht auf fehlerfreie Ware.</h4>
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		<title>Was ist das bedingungslose Grundeinkommen?</title>
		<link>http://www.frage.org/525-was-ist-das-bedingungslose-grundeinkommen</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 20:26:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie + Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichheit]]></category>
		<category><![CDATA[Grundeinkommen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das bedingungslose Grundeinkommen wird als wirtschafts- und sozialpolitisches Alternativmodell diskutiert – bislang vor allem außerhalb der Politik. Befürworter sehen darin eine Erweiterung  des marktwirtschaftlichen Modells um eine neue Komponente und erhoffen sich mehr soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Stabilität. Kritiker warnen vor einer Transfermentalität mit zementierter Armut, nachlassender Innovationskraft und einem wachsenden Niedriglohnsektor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt verschiedene Modelle für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Bislang handelt es sich dabei im Wesentlichen um Theorie – ein echtes Grundeinkommen für alle Bürger einer Industrienation hat es bislang nicht gegeben.</p>
<p>Der gedankliche Ansatz sieht im Grundsatz ein Einkommen in einer existenzsichernden Höhe für alle Bürger vor. Es soll ohne Prüfung der Bedürftigkeit und auch ohne Bereitschaft zur Arbeit ausbezahlt werden. Jeder Bürger würde denselben Betrag erhalten. Die meisten Vorschläge sehen eine angemessene Höhe für das bedingungslose Grundeinkommen auf dem Niveau der heutigen Sozialhilfe. Einige Vorschläge gehen darüber hinaus und fordern 1500 Euro monatlich für alle.</p>
<h3>Keine Verrechnung von Arbeitseinkommen</h3>
<p>Anders als  sozialpolitische Transfermaßnahmen sieht das bedingungslose Grundeinkommen keine Verrechnung von Einkünften aus Erwerbsarbeit vor. Damit hebt sich der Ansatz inhaltlich deutlich vom Konzept der negativen Einkommensteuer ab. Das Grundeinkommen soll alle bestehenden Sozialtransfers ersetzen. Mit seiner Einführung wären nach Ansicht der Befürworter Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe, Kindergeld, Wohngeld etc. überflüssig.</p>
<p>Die Befürworter bringen soziale und ökonomische Aspekte ins Feld. Sie argumentieren, dass in den entwickelten Industriestaaten bereits heute ein erheblicher Teil des Volkseinkommens aus Transferzahlungen besteht. In Deutschland etwa lebten mehr als 30 Millionen Menschen vollständig oder zumindest in weiten Teilen von Leistungen der öffentlichen Hand. Bei dieser Rechnung werden nicht nur Bezieher von Sozialhilfe berücksichtigt, sondern auch Rentner.</p>
<h3>Weniger Verwaltungsaufwand durch Wegfall von Prüfungen</h3>
<p>Die Summe der Transferzahlungen in Deutschland wird für das Jahr 2009 mit etwa 750 Mrd. Euro angegeben. Das entspricht etwa 30 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung. Würde diese Summe auf 82 Millionen Deutsche gleichmäßig verteilt, entspräche dies einem monatlichen Grundeinkommen im Bereich von 800 Euro pro Person.</p>
<p>Würden die rund 100 verschiedenen Transferzahlungen in Deutschland durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ohne Prüfung ersetzt, könnte der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert werden. Ein weiteres Argument der Befürworter lautet, dass durch den technologischen Fortschritt die Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze immer geringer werde. Dadurch schwinde die Basis für die sozialen Sicherungssysteme, die in Deutschland vorwiegend über den Faktor Arbeit finanziert würden.</p>
<h3>Das jetzige Sozialmodell ist ineffizient und ungerecht</h3>
<p>Das wiederum wirke sich negativ auf die Lohnnebenkosten aus, was die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft verschlechtere. Verfechter der Idee des Grundeinkommens sehen in der jetzigen Sozialpolitik eine ineffiziente und ungerechte Lösung der sozialen Frage. Der Staat greife laufend in marktwirtschaftliche Prozesse ein (z. B. durch Mindestlöhne, Kündigungsschutz etc.) und verschlechtere damit das gesamtwirtschaftliche Ergebnis. Trotz der hohen Abgabenquote garantiere er nicht jedem eine menschenwürdige Existenz.</p>
<p>Ein weiteres Argument bezieht sich auf den Wert von geleisteter Arbeit. Dieser ist nach Ansicht der Grundeinkommen-Befürworter in den letzten Jahrzehnten infolge des technologischen Fortschritts kontinuierlich gesunken. Dafür sei u.a. ein Überangebot an Arbeitskräften verantwortlich. Dieses resultiere zum einen aus der wachsenden Freisetzung von Beschäftigten durch die Wirtschaft und zum anderen durch den ökonomischen Zwang der Menschen zur Aufnahme von Arbeit (zu prinzipiell jedem Preis).</p>
<h3>Teilhabe und Selbstbestimmung unabhängig von Marktpreisen</h3>
<p>Die Befürworter sehen in einem bedingungslosen Grundeinkommen die Möglichkeit, jedem Menschen eine auskömmliche gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Das Grundeinkommen ist ihrer Ansicht nach Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, das nicht abhängig von möglicherweise schwankenden Marktpreisen ist.</p>
<p>Das Grundeinkommen würde seinen Anhängern nach den ökonomischen Druck, auf der vielen Menschen lastet, reduzieren. Zudem würden auch wertvolle Tätigkeiten entlohnt, für die im jetzigen wirtschaftlichen Modell keine Bezahlung vorgesehen sei. Genannt werden in diesem Zusammenhang z. B. Kindererziehung, Altenpflege etc. (in einem nicht institutionalisierten Rahmen).</p>
<p>Die angenommene Befreiung der Menschen von ökonomischen Zwängen würde sich nach Darstellung der Befürworter in  einer höheren Risikobereitschaft niederschlagen und dadurch Innovation und Unternehmertum fördern.</p>
<h3>Experiment mit nicht absehbaren Folgen</h3>
<p>Das bedingungslose Grundeinkommen stößt bei Politikern ebenso wie bei vielen Ökonomen auf Kritik. Bemängelt wird vor allem, dass die Konsequenzen eines Grundeinkommens für Löhne und Preise nicht absehbar seien. Die Auswirkungen hingen auch maßgeblich von der Höhe des Einkommens und v on begleitenden Reformmaßnahmen z. B. bei der Steuerpolitik ab.</p>
<p>Kritiker sehen in einem bedingungslosen Grundeinkommen ein Instrument zur Zementierung von Armut. Vor allem für niedrig entlohnte Erwerbsarbeit bestünde nach der Einführung ein geringerer Anreiz. Das würde dazu führen, dass sich für bestimmte Arbeiten nicht mehr genügend Arbeitskräfte finden.</p>
<p>Zudem sichere ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht zwingend die Existenz aller Empfänger. Da keine Bedürftigkeitsprüfung stattfinde, könne der individuelle Bedarf eines Menschen auch gar nicht ermittelt werden. Ohne weitergehende Ansprüche bei besonderer Bedürftigkeit müssten besonders arme Gesellschaftsmitglieder mit Einbußen rechnen. Zwar sei ein Grundeinkommen auch mit einer zusätzlichen Bedürftigkeitsprüfung kombinierbar. Dann entfalle aber der von den Befürwortern ins Spiel gebrachte Vorteil des geringeren Verwaltungsaufwands.</p>
<p>Zudem könnte ein Grundeinkommen dazu führen, dass Erwerbstätige einen noch größeren Teil ihres Einkommens an andere abgeben müssten als es ohnehin schon der Fall ist. Schließlich würde jeder Bürger mit dem bedingungslosen Einkommen Anspruch auf einen Teil der geleisteten Wertschöpfung erhalten, der anschließend nicht mehr demjenigen zustünde, der die Wertschöpfung erbracht hat.</p>
<h3>Einwanderung und EU-Recht: Probleme bei der Umsetzung</h3>
<p>Bemängelt wird zudem, dass eine flächendeckende Einführung für alle in Deutschland lebenden Personen zu einer verstärkten Einwanderung von Menschen führen könnte, wie vor allem am Empfang des Grundeinkommens interessiert seien und die so die Gesellschaft belasten könnten.</p>
<p>Würde der Empfängerkreis auf Inhaber der deutschen Staatsangehörigkeit beschränkt, würde das Grundeinkommen zusätzliche Armut schaffen. Die unteren ökonomischen Schichten bestehen zu einem überproportional großen Anteil aus Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, Nach der Einführung eines Grundeinkommens, auf das sie selbst keinen Anspruch haben, wären sie mindestens   relativ betrachtet ärmer als vorher. Unklar ist zudem, wie eine Einführung in Deutschland mit EU-Recht vereinbar wäre.</p>
<h3>Begleitende Reformen in der Steuerpolitik</h3>
<p>Das bedingungslose Grundeinkommen wird fast immer mit begleitenden Reformen in der Steuerpolitik genannt. Einige Modell sehen zum Beispiel die Abschaffung der Besteuerung von Einkommen vor. Stattdessen soll nur noch der Konsum besteuert werden. Der Wegfall von Sozialabgaben sowie Lohn- und Einkommensteuer würde durch eine deutliche Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgeglichen.</p>
<p>Häufig wird auch eine Kombination mit einem verpflichtenden Gesundheitssystem für alle Bürger vorgeschlagen. Ein Teil des Grundeinkommens wird dabei automatisch  abgezogen und als Kopfpauschale für die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung genutzt.</p>
<h3>Auf höchster politischer Ebene kein Thema</h3>
<p>Die Einführung eines Grundeinkommens in Deutschland ist nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten. Zum einen interessiert sich bislang nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung für das Thema. Zum anderen stößt das Konzept auch in der Politik auf wenig Zustimmung – zumindest was konkrete Beschlüsse auf höchster Ebene der im Bundestag vertretenen Parteien angeht.</p>
<p>FDP und Linkspartei wollen am bedarfsorientierten Sozialsystem festhalten. In der SPD gibt es eine Arbeitsgruppe zu dem Thema. Die CDU hält ein Modell ihres Mitglieds Dieter Althaus für machbar, betrachtet es aber nicht als Tagesordnungspunkt. Auch bei den Grünen ist ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht geplant.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Das bedingungslose Grundeinkommen wird vor allem zwischen seinen Vertretern und Gegnern intensiv diskutiert. Die sozialen und ökonomischen Auswirkungen sind umstritten und hängen maßgeblich von der detaillierten Ausgestaltung des Grundeinkommens ab. Eine Einführung in Deutschland ist derzeit ausgesprochen unwahrscheinlich.</h4>
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		<title>Welche Betriebskosten dürfen Vermieter abrechnen?</title>
		<link>http://www.frage.org/494-welche-betriebskosten-durfen-vermieter-abrechnen</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 19:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen + Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Mieter]]></category>
		<category><![CDATA[Vermieter]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede zweite Nebenkostenrechnung in Deutschland enthält Fehler. Mieter können die Abrechnungen beanstanden zu hohe Forderungen zurückweisen. Das Gesetz regelt weitgehend eindeutig, was abgerechnet werden darf und welche Voraussetzungen für einen Posten erfüllt sein müssen. Was Vermieter verlangen dürfen und wo häufige Fehlerquellen in der Abrechnung sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein häufiger Streitpunkt bei Nebenkostenabrechnungen betrifft den Posten „<strong>Sonstige Kosten</strong>“. Solche Kosten darf der Vermieter nur auf den Mieter umlegen, wenn dies im Vertrag vereinbart wurde und dort festgelegt wurde, was zu diesen Kosten gehört bzw. gehören kann. Sonstige Kosten müssen jedoch regelmäßig anfallen, damit sie umgelegt werden können.</p>
<p>Auch Kosten für <strong>Versicherungen</strong> dürfen auf den Mieter umgelegt werden. Das gilt jedoch nicht für alle Versicherungen, sondern nur für Policen in direktem Zusammenhang mit dem Gebäude. Die Prämien für eine  Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung dürfen ebenso auf die Mieter umgelegt werden wie die einer Öltank- oder Gebäudeversicherung. Auch die Umlage von Kosten für eine Glasversicherung ist zulässig. Nicht zahlen müssen Mieter hingegen für private Versicherungen des Vermieters wie eine Rechtschutzversicherung für Mietrecht.</p>
<h3>Auch Mieter im Erdgeschoss müssen für den Fahrstuhl zahlen</h3>
<p>Auch die Strom- und Wartungskosten für den <strong>Fahrstuhl</strong> im Haus müssen Mieter zahlen. Das gilt auch, wenn die Wohnung sich im Erdgeschoss befindet. Es spielt auch keine Rolle, ob der Aufzug tatsächlich genutzt wird. Reparaturkosten dürfen allerdings nicht umgelegt werden. Auch die Kosten für die <strong>Beleuchtung</strong> von Treppenhaus, Außenbereich und gemeinschaftlich genutzten Räumen können, soweit es sich um Stromkosten handelt, umgelegt werden.</p>
<p>Fehler finden sich häufig bei den  Kosten der <strong>Hausreinigung und für den Hausmeister</strong>. Der Lohn eines Hausmeisters darf umgelegt werden. Das gilt aber nicht für den Teil des Lohns, der auf Verwaltungsarbeiten oder Reparaturen entfällt. Ist der Hausmeister für die Gebäudereinigung zuständig, dürfen diese Kosten nicht zweimal in Rechnung gestellt werden. Das gilt auch für die Pflege von Garten und Außenanlagen. Fällt diese in den Verantwortungsbereich des angestellten Hausmeisters, muss das berücksichtigt werden.</p>
<p>Eigentümer müssen <strong>Steuern und Gebühren</strong> zahlen, die sie auf die Mieter umlegen dürfen. Das gilt aber nicht für die Grunderwerbssteuer, die beim Kauf einer Immobilie anfällt und dem Bundesland zufließt.  Die Grundsteuer (dabei handelt es sich um eine kommunale Steuer) darf hingegen in voller Höhe umgelegt werden. Entfällt ein Teil der Grundsteuer auf im Objekt befindliche Gewerbeflächen oder Stellplätze, muss separat abgerechnet werden.</p>
<h3>Der Lohn des Hausmeisters darf nicht doppelt berechnet werden</h3>
<p>Existiert ein Kabelanschluss, dürfen die monatlichen Grundgebühren dafür berechnet werden. Das gilt auch für Wartungskosten z. B. im Zusammenhang mit der Antennen- und Verteileranlage. Die Umlage einmaliger Anschlussgebühren ist jedoch nicht zulässig.</p>
<p>Die Kosten für <strong>Heizung und Warmwasser </strong>kann der Vermieter vollständig umlegen. Stammt die Wärme von einer Zentralheizung im Haus, können deren Betriebskosten inklusive Abgasanlage umgelegt werden. Wird die Wärme extern eingekauft, kann der Einkaufspreis auf den  Mieter umgelegt werden. Das gilt auch für etwaige Mietkosten für Geräte, mit denen der Verbrauch erfasst wird. In den Heizkosten können auch die Ausgaben für den <strong>Schornsteinfeger</strong> berücksichtigt werden. Dann dürfen sie aber nicht noch einmal separat berechnet werden.</p>
<p>Umlageberechtigt ist der Vermieter auch bei den Kosten für <strong>Winterdienst und Müllabfuhr</strong>. Wichtig: Einmalige Kosten dürfen nicht berechnet werden. Die Umlage für eine Abholung von Gartenschnitt ist nicht zulässig, wenn sie nicht regelmäßig anfällt. Beim Winterdienst gilt wieder: Ist der Hausmeister zuständig dürfen die Kosten nicht zweifach abgerechnet werden.</p>
<p>Den <strong>Wasserverbrauch</strong> müssen Mieter ebenfalls zahlen. Neben dem Verbrauch nach Zählerstand dürfen die Grundgebühr des Versorgers, Wartungskosten und die Kosten der Abrechnung berechnet werden. Ausgaben für die Erwärmung von Wasser müssen unter dem Posten „Warmwasser“ abgerechnet werden.</p>
<h3>So prüfen Mieter ihre Nebenkostenabrechnung</h3>
<p>Flattert die Nebenkostenabrechnung ins Haus, sollten Mieter zunächst prüfen, ob sie fristgerecht erstellt wurde. Der Vermieter hat nach dem Ende des Abrechnungszeitraumes zwölf Monate Zeit. Der Abrechnungszeitraum kann, muss aber nicht deckungsgleich mit dem Kalenderjahr sein. Welcher Zeitraum gilt, wird üblicherweise im Mietvertrag geregelt. Nach Ablauf von zwölf Monaten können Ansprüche durch den Vermieter in der Regel nicht mehr geltend gemacht werden.</p>
<p>Im zweiten Schritt muss geprüft werden, ob die verlangten Kosten auch tatsächlich vereinbart worden sind. Die Vereinbarung kann im Mietvertrag getroffen werden. Es reicht auch, wenn im Vertrag auf die Betriebskostenverordnung verwiesen wird. Ausnahme: „Sonstige Kosten“ darf der Vermieter nur in Rechnung stellen, wenn der Posten im Mietvertrag detailliert spezifiziert wird.</p>
<p>Zu allen abgerechneten Nebenkosten sollte ein Verteilerschlüssel aufgeführt werden. Er sollte mit der im Mietvertrag getroffenen Vereinbarung übereinstimmen. Wichtig: Reparatur- und Verwaltungskosten sind nicht abzugsfähig. Bei den Betriebskosten für den Fahrstuhl müssen Reparaturkosten abgezogen werden. Das gilt auch anteilig für den Lohn des Hausmeisters, sofern dieser Verwaltungstätigkeiten erledigt.</p>
<h3>Was tun bei auffällig hohen Kosten?</h3>
<p>Häufe Fehler zulasten des Mieters betreffen Leerstand. Vermieter dürfen die Nebenkosten für die leerstehende Wohnung nicht auf die verbliebenen Mieter umlegen, sondern müssen sie selbst tragen. Unzulässige Nachteile können auch entstehen, wenn ein gewerblicher Mieter Teil der Hausgemeinschaft ist. Die Privatmieter dürfen nicht für dessen höhere Ausgaben z. B. für Wasser oder Müllentsorgung herangezogen werden.</p>
<p>Steigen die Nebenkosten urplötzlich sehr stark an, sollten Mieter kritisch nachfragen.  Liegt der Verdacht nahe, dass der Vermieter sich unlauter verhalten hat, sollten Mieter sich die Verträge aushändigen lassen, die die Grundlage der Kosten sind. In denen kann z. B. danach gesucht werden, ob der Eigentümer seine eigene Firma oder Verwandte zu überhöhten Kosten mit Aufträgen versorgt hat, für die die Mieter zahlen sollen.</p>
<p>Die durchschnittlichen Nebenkosten pro Quadratmeter und Monat belaufen sich in Deutschland auf ca. 2,20 Euro. Es gibt allerdings eine Spanne, die abhängig ist vom Objekt und seiner Beschaffenheit, regionalen Verhältnissen etc.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Liegt die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten heißt es für Mieter: Prüfen, kritisch hinterfragen, vergleichen und dann erst die Rechnung anweisen. Da ein beträchtlicher Teil der Abrechnungen fehlerhaft ist, lohnt sich der Aufwand oft. Kritische Mieter machen dem Eigentümer zudem klar, dass sie Schlendrian nicht dulden.</h4>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie sicher ist eine Garantie für Solaranlagen?</title>
		<link>http://www.frage.org/523-wie-sicher-ist-eine-garantie-fur-solaranlagen</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 20:23:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bauen + Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Solaranlage]]></category>
		<category><![CDATA[Solarstrom]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frage.org/?p=523</guid>
		<description><![CDATA[Solarstrom liegt im Trend: Immer mehr Hausbesitzer nutzen die staatlichen Förderungen und installieren sich Photovoltaik-Module auf dem Dach. Wie immer bei Trend-Produkten ist auch diesmal genau hinsehen angesagt. Die auf den ersten Blick üppigen Garantien der Hersteller entpuppen sich bei genauerem Hinsehen oft als lückenhaft. Im schlimmsten Fall wird die saubere Energie zur eiskalten Kostenfalle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Käufer von Solarmodulen haben Anspruch auf die gesetzlich geregelte Gewährleistung. Diese schützt binnen 24 Monaten nach dem Kauf. Treten in dieser Zeit Mängel auf, muss der Verkäufer dafür geradestehen. Schadenersatz für ausgefallene Stromerzeugung können Verbraucher zwar nicht verlangen. Sie können den Verkäufer aber für die Kosten für Transport, Material und Arbeitsleistung in die Pflicht nehmen, die für die Erfüllung der Gewährleistungsansprüche erforderlich sind.</p>
<h3>Garantie ist keine Gewährleistung</h3>
<p>Problematischer als die Gewährleistung sind Garantien. Garantieversprechen gehen über die gesetzliche Gewährleistung hinaus. Manche Hersteller versprechen zum Beispiel, dass ihre Anlagen bis zu 30 lang Strom erzeugen. Auf Material- und Verarbeitungsfehler werden Garantien bis zu zehn Jahre vergeben.</p>
<p>Was eine solche Garantie wert ist lässt sich allerdings oft nur im Kleingedruckten erfahren. Verbraucherschützer monieren kundenunfreundliche Klauseln. So wird die Garantie zum Beispiel bei „Nachlässigkeit“ ausgeschlossen, ohne dass dieser „Tatbestand“ genauer spezifiziert wird. Verbraucher werden so im Unklaren gelassen.</p>
<p>Nachteilig aus Kundensicht sind auch häufig sehr kurze Fristen für die Anzeige von Mängeln – bei einigen Anbietern gerade einmal wenige Wochen. Wird ein Sachverhalt nicht in dieser Zeit gemeldet, entfällt der Garantieanspruch. Auffällig zudem: Der Gerichtstand vieler Garantieklauseln befindet sich im Ausland. Verbraucher müssten ihre Ansprüche dann in Madrid oder New York geltend machen. Das ist umso ärgerlicher, wenn im Kleingedruckten zusätzlich alle Kosten für die Geltendmachung der Ansprüche auf den Kunden umgelegt werden.</p>
<p>Verbraucherzentralen versuchen derzeit, durch Musterprozesse mehr Klarheit zu erlangen. Sie haben auch bereits einige Anbieter abgemahnt. Ob sich abwarten lohnt ist aufgrund des nach wie vor bestehenden Drucks auf die staatliche Förderung ungewiss. Hausbesitzer sollten jedoch in jedem Fall einen Blick ins Kleingedruckte werfen: Nicht alle  Anbieter nutzen unfaire Klauseln.</p>
<h4 id="fazit">Fazit: Die Gewährleistungsansprüche bei Solaranlagen sind sicher, die Garantien hingegen nicht. Die Qualität einer Garantie lässt sich nur im Kleingedruckten erfahren. Wer Zeit hat, sollte auf den Ausgang der Musterprozesse der Verbraucherzentralen warten.</h4>
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